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Die Sprache der Düfte

Die Sprache der Düfte
 
Mehr als „NUR“ guter Geruch
 
Ganz pragmatisch betrachtet handelt es sich beim Räuchern schlichtweg um das Verglimmen getrockneten Pflanzenmaterials wie Blättern, Blüten, Samen, Holzstückchen, Rinden und Wurzeln oder Harzen auf einer Wärmequelle. Dabei lösen sich die eingeschlossenen ätherischen Öle und steigen mit dem Rauch auf. Sie gelangen durch die Atmung in Form von Duftmolekülen sehr schnell in einen Teil unseres Gehirns, der limbisches System genannt wird. Das ist das Zentrum unserer Emotionen. Wenn wir von dieser etwas nüchternen und wissenschaftlichen Sichtweise weggehen, und uns tiefer mit dem Räuchern beschäftigen, wird aber schnell klar, dass die vielen Facetten und Dimensionen des Räucherns unglaublich vielfältig sind und weit über die reine Geruchsempfindung oder Wirkung im Gehirn hinausgehen.
 
Die Atmosphäre reinigen
 
Einer der wichtigsten Räucherzwecke – früher wie heute – ist das atmosphärische Reinigen von Räumen. Zwar rücken wir regelmäßig mit Wischlappen und steril riechenden Putzmitteln dem oberflächlichen Schmutz zu Leibe. Doch vergessen wir dabei meist, dass jeder Mensch in einem Raum auch seine „Energie“ in Form von Gedanken und Stimmungen hinterlässt. Nicht umsonst reden wir umgangssprachlich von „dicker Luft“ . Die Sprache enthüllt uns oft tiefere Wahrheiten. Mit „den Rauch reinlassen“ ist eine der ursprünglichsten Anwendungsgebiete des Räucherns gemeint: die Reinigung eines Raumes von dichten, schweren Energien.
 
Räuchern neutralisiert die Atmosphäre, macht sie spürbar leichter und klarer. Gerade Besprechungsräumen, Praxis-, Schul- oder anderen Zimmern, in denen viele Menschen in oft sehr emotionsgeladenen Situationen zusammenkommen, tut diese Art der Reinigung sehr gut. Für diesen Zweck gibt es spezielle Mischungen, die hochwirksames Räucherwerk wie den echten Weihrauch (auch Olibanum genannt) , Wacholder-Holz, Kampfer, Beifuß oder Salbei enthalten.
Früher war es sogar ganz normal, Krankenzimmer mit Olibanum zu reinigen. Dieses Harz wirkt nachgewiesenermaßen antiseptisch und desinfizierend. Bereits lange vor der Erfindung von Desinfektionsmitteln entwickelten unsere Vorfahren also eine äußerst wirkungsvolle und dazu noch völlig natürliche Methode, sich vor krankmachenden Keimen zu schützen – ohne schädliche Nebenwirkungen.
 
Wohlbefinden für Sinne und Seele
 
Nicht nur in unserer mitteleuropäischen Kultur, sondern in allen alten Kulturen setzten die Menschen aromatischen Duft und Wohlgerüche ein: um zu erfreuen, eine gute Stimmung zu erzeugen, eine gesellige Unterhaltung zu begleiten, oder um Sinnlichkeit und Lust anzuregen. Dank der modernen Erforschung der Inhaltsstoffe – auch im Rahmen der Aromatherapie – können wir heute bestimmte Kräuter und Harze viel gezielter und bewusster verwenden, als das früher möglich war. Auf diese Weise können wir unsere Befindlichkeiten wirkungsvoll beeinflussen.