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Kaffee

Was wäre ein Tag ohne Kaffee?
 
Der Kaffee ist fast überall anzutreffen: In jedem Haushalt, im Büro, bei Konferenzen und auf Reisen, wird fast täglich Mokka serviert, und es gibt viele Menschen, die dem kleinen Schwarzen oder Braunen direkt verfallen sind.
 
Der wirksame Bestandteil, das Koffein, das außer in der Kaffeebohne auch in den Tee-Blättern, in der Kolanuss und im Mate vorkommt, wirkt bereits in einer Verdünnung von 1:10.000 auf die Herztätig-keit belebend. Nach Koffeinzufuhr nimmt die Kontraktionshöhe, sowie der Tonus der Herzmuskulatur zu, die Leistungsfähigkeit des Herzens steigt, Herz-, Hirn- und Nierengefäße werden erweitert und das Gewebe wird besser durchblutet.
 
Dazu kommt noch, dass der Mokka eine flüssigkeitsfördernde Wirkung hat und die Verdauung positiv beeinflusst. Ebenso wirkt Kaffee auf die Psyche anregend und ermunternd.
 
Kaffee verbessert Kurzzeitgedächtnis
 
Innsbrucker Forscher haben 2006 nachgewiesen, dass Koffein nicht nur munter macht, sondern auch die Aktivität in jenem Hirnbereich steigert, der für Aufmerksamkeit und Konzentration innerhalb des Arbeitsgedächtnisnetzwerkes verantwortlich ist.
 
Kaffee mit oder ohne Koffein?
 
Eine Tasse Mokka enthält, wenn sie aus 16 Kaffeebohnen bereitet wird, etwa 0,1 Gramm Koffein. Kleine Schlückchen Kaffee über den Tag verteilt halten übrigens viel besser wach als eine große Tasse Kaffee am Morgen. So kann das Koffein effektiver auf die Schlafzentren im Gehirn einwirken. Eine Überdosierung (bei einer Menge von 0,5 Gramm, also etwa nach 5 Tassen Mokka) kann Kopfweh, Unruhe, Herzklopfen, Schwindel und Schweißausbruch hervorrufen.
 
Espresso besser verträglich?
 
Obwohl der Espresso leicht bitter schmeckt, ist er nach Meinung vieler Kaffee-Liebhaber viel bekömmlicher. Das liegt daran, dass man dazu säureärmere Kaffeebohnen verwendet und diese länger röstet. Dabei wird die sogenannte Chlorogensäure um bis zu 30% reduziert. Auch die schnelle Zubereitung wirkt sich günstig auf den Reizstoffgehalt aus.
 
Zum Kaffee ein Glas Wasser?
 
In einem guten Kaffeehaus ist es üblich, zum Kaffee ein Glas kaltes Wasser zu servieren. Nicht ohne Grund, da durch Kaffee die Gastrinproduktion stark angeregt wird. Gastrin ist ein Gewebshormon, das die Magensäure und in gewissem Sinne auch die Pepsinabsonderung im Magen steuert. Ein Kältereiz, wie z. B. die gleichzeitige Gabe von kaltem Wasser, bremst aber die durch den Kaffee hervorgerufene Gastrinausschüttung sehr nachhaltig. Dass es sich dabei nicht um eine Verdünnungswirkung handelte, bewies die Beobachtung, dass warmes Wasser und auch Alkohol keine Sekretionssenkung verursachten. Das Glas kaltes Wasser zum Kaffee kann also allen Magenempfindlichen empfohlen werden. Außerdem hat Kaffee auch eine harntreibende Wirkung. Die Zufuhr von Wasser nach dem Kaffee verdünnt nicht nur die Röststoffe des Kaffees, sondern liefert auch die für die harntreibende Wirkung notwendige Flüssigkeit.
 
Man muss also auch hier, wie bei den meisten Dingen im Leben, das richtige Maß halten.
Für alle, die das Koffein nicht vertragen, steht übrigens auch koffeinfreier Kaffee zur Verfügung.
Wir wünschen Ihnen Gute Laune beim Genießen Ihres Lieblingskaffee!